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In
Brasilien werden alljährlich den ganzen Juni hindurch die
“Juni-Feste” gefeiert. Es ist der Beginn der kalten Jahreszeit und
es wird wie auch in Deutschland Glühwein und Süsses verzehrt.
Meist sind es Strassenfeste bei denen sich die Essensstände und Getränkeausschänke
aneinander reihen, man könnte es ein bischen mit den Weihnachtsmärkten
in Deutschland vergleichen.
Nach der Tradition sind dies die Feste der Einwohner des Landesinneren
und so wird typisches Essen, wie Mais, Erdnüsse, Maiskuchen, eine ganze
Reihe verschiedener Süssigkeiten und heisse Süssgetränke zu
traditioneller Musik zu sich genommen.
Dann veranstalten viele Familien auch Juni Feste in ihren Häusern,
laden dazu ihre Freunde und Familie ein, verkleiden sich Artgerecht und
tanzen zu den einheimischen Tänzen.
Jedes
Jahr gibt es auch ein Juni Fest in der Reconciliação. Die Mädchen
kommen im Flickenkleid, die Jungs im Cowboy Stil mit aufgemahltem
Schnurbart und jeder trägt einen Strohhut.
Von den Kindern im Kindergarten bis hin zu den anliegenden Einwohnern,
versammeln sich alle im Hauptsitz der Reconciliação um dieses Fest
gemeinsam zu feiern. Es werden Fleischspiese, Hot-Dogs, Mais und süsses
Popcorn zur Stärkung der Festbesucher verkauft. Für die Eltern gibt es
Glühwein und Bier, für die Kinder natürlich nur Fanta und Cola. Der Erlös
aus den Verkäufen kommt später den Kindern zugute, indem ein Ausflug
oder Sonstiges finanziert wird.
Es steht auch ein kleiner Supermarkt aus, mit dem die Reconciliação den
armen Familien die Möglichkeit bietet ihren Reis und ihre Bohnen fast
kostenlos zu erwerben.
Neben vielen Tombolas gibt es auch einen Geisterraum in dem die
Erzieherinnen des Kindergartens ihre kleinen Schützlinge erst einen
Schrecken einjagen, dann aber mit einem kleinen Geschenk belohnen.
Der Nachmittag geht aber erst richtig los, als einige Kinder des
Kindergartens eine einstudierte Tanzvorführung darbieten. Nach diesem
kleinen Spektakel zeigen nun alle Gruppen der Reconciliação nacheinander,
was sie mit ihren Erziehern erprobt haben.
Die ganze Zeit wird gelacht, getanzt und gespielt und für diejenigen, die
es sich nicht leisten können etwas zu Essen zu kaufen, teilt Silvana, die
Leiterin des Kindergartens, gratis Essensmärkchen aus.
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