Kooperation mit Fabrik: Ausbildungsplätze für Jugendliche

Dank der Kooperation mit der Firma PTI Power können vier Jugendliche der Reconciliação an dem Ausbildungs-Programm "Mechanik der Metallbearbeitung" teilnehmen. Der zweijährige Kurs findet an der halbstaatlichen Technikschule SENAI statt. Von der Fabrik PTI erhalten die Jugendlichen einen kleinen monatlichen Zuschuss, Ess- und Fahrgeld sowie Praktikumsplätze.

Ein Traum wurde war

Im Juli wurden sechs Jugendliche, die sich an unseren Kursen "Vorbereitung zur Arbeit" beteiligen, von der Firma PTI, unserer Partnerfirma, ausgewählt, um an den Aufnahmeprüfungen der technischen Schule SENAI teilzunehmen. Die SENAI ist eine halbstaatliche Schule, in der mit Unterstützung der Industrie Arbeiter für die Fabriken angelernt warden. Die Jugendlichen bereiteten sich mit Hilfe der Leiterin des Kurses mit großem Eifer und Fleiß auf diese Prüfung vor. Vier von ihnen bestanden und sind nun stolze Schüler des Kurses "Mechanik der Metallbearbeitung". Sie bekommen von der Firma einen kleinen monatlichen Zuschuss, Essen- und Fahrgeld. Sie besuchen diesen Kurs morgens, nachmittags gehen sie dann in ihre normale Schule. In den Schulferien machen sie dann ein Praktikum in der Firma. Der Kurs dauert zwei Jahre, bei Beendigung haben sie dann die Möglichkeit, in der Firma angestellt zu werden.

Ein Jugendlicher erinnert sich:

"Nachdem ich mich nun schon fünf Jahre an den Aktivitäten der Reconciliação beteilige, wurde ich aufgefordert, mich bei der Firma PTI vorzustellen. Ich war sehr nervös. und durcheinander, es ging alles sehr schnell. Im Juni war dann die Aufnahmeprüfung. Ich lernte Tag und Nacht und allein der Gedanke an die Prüfung machte mich ganz verrückt. Als es nun endlich so weit war, fuhr ich zum SENAI und traf viele Konkurrenten an, die ebenso nervös wie ich waren. Ich versuchte die Prüfung so ruhig wie möglich abzulegen. Es war etwas schwer, aber ich konnte alle Fragen beantworten. Das Resultat sollte ein paar Tage später an der Anzeigetafel der Schule bekannt gegeben werden. Ich wartete sehr ungeduldig auf meinen Vetter, der sich auch beteiligt hatte. Als er nach Hause kam, sagte er nur drei wichtige Worte: "wir haben bestanden". Die Freude war groß und die Glückseligkeit immens. Aber die Freude und die Glückseligkeit hatten auch ihre traurige Seite: ich musste die Reconciliação verlassen. Ab diesem Moment habe ich die letzten Tage noch einmal ganz intensiv dort genossen. Traurig habe ich Abschied genommen. Ich ging mit meiner Mutter, um mich im SENAI einzuschreiben und den Vertrag mit der Firma abzuschließen. Heute lerne ich "Mechanik der Metallbearbeitung" und bin stolz darauf. Ich bin sehr zufrieden damit und freue mich, dass sich alle meine Bemühungen gelohnt haben und der Traum für meine Zukunft auf dem besten Wege ist, in Erfüllung zu gehen."

Fabrik-Besuche motivieren

Auch die anderen Jugendlichen, die nicht an den Aufnahmeprüfungen für den Kurs teilnahmen konnten bei einem Besuch die Fabrik von innen kennen lernen. Unsere Gruppe wurde sehr freundlich vom Leiter der Personalabteilung empfangen, der den Jugendlichen einiges über die Firma erzählte. Danach begleitete seine Angestellte die Gruppe durch die verschiedenen Abteilungen. Sie erklärte alle Details und beantwortete die vielen Fragen der sehr interessierten jungen Leute. Sie waren beeindruckt von der Größe der Maschinen, und der Sauberkeit, die überall herrschte. Es wurde auch beobachtet, dass die Arbeiter kaum Kraft anwenden müssen. Auch die Sicherheitsvorkehrungen wurden beachtet. Mittags bekamen sie ein sehr gutes Essen. Dieser Besuch war sehr wichtig für die jungen Leute, da sie sich ja die verschiedenen Möglichkeiten der Arbeit in einer Fabrik nicht vorstellen konnten. Dies ist ein weiterer Schritt, sie zu motivieren, sich gut für ihre Zukunft vorzubereiten. Die Möglichkeiten hierzu bekommen sie bei uns.

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