Das Neueste aus der Reconciliação 2006 - kurz und knapp |
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Unsere zentrale Küche konnte sowohl bezüglich der räumlichen wie auch der organisatorischen Bedingungen dem "Ansturm" der grösseren Anzahl von Jugendlichen nicht mehr Stand halten. Daher musste sie grundlegend umgebaut und renoviert werden. Dank des Einsatzes von Claus Bromberg (Vorstand) und einer guten Baumannschaft konnte sie in Rekordzeit termingerecht fertiggestellt und eingeweiht werden! Diese neue Etappe der Reconciliação wurde mit Spendenhilfe der Ev. Luth. Kirche aus Japan, der Luthergemeinde Bad Harzburg und der Kirchengemeinde Essen-Bergerhausen ermöglicht, und wir möchten hier allen Beteiligten unseren ganz herzlichen Dank und Gottes Segen aussprechen. Neu ist auch, dass die Firma C&A hier in São Paulo der Reconciliação einen ganzen Jahresbetrag für den Unterhalt und Verwaltung einer Bibliothek sponsert: sie soll sowohl unseren Jugendlichen wie auch unserer Gemeinde dienen und zum Lesen animieren! Bedingung ist, dass dieses Projekt unverzüglich in Realität umgesetzt wird - nur: wo wollen wir es unterbringen? Doch da tauchte gerade rechtzeitig eine einzigartige Gelegenheit auf, ein ca. 250m²- Grundstück direkt gegenüber von unserm Hauptgebäude der Vila São José günstig zu erwerben! Und der dort vorhandene Wohnraum kann in die Bibliothek umgewandelt werden. Da flogen unsere Gedanken schon hoch, zukünftig diesen ruhigen Bereich in ein "Kulturzentrum" zu verwandeln. Die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren! Bei der Jahressitzung des Vorstandes hatten wir auf unserer Tagesordnung ein ganz wichtiges Thema: Wie können wir unseren Zusatzunterricht für die Kinder und Jugendlichen im schulpflichtigen Alter effektiver gestalten, dass sie zum Abschluss ein umfassenderes Wissen bekommen als ihnen die Schule liefert. Die Überlegung wurde ausgelöst aufgrund der Feststellung, dass bei den von uns praktizierten vorberuflichen Kursen für Schulabgänger viele Wissenslücken aufgedeckt wurden. Denn: Nur mit mehr Wissen haben die unterpriveligierten Jugendlichen aus der Peripherie eine Chance auf dem unerbitterlich umkämpften Arbeitsmarkt des Molochs São Paulo. Dafür benötigen wir mehr und kleinere Klassen, nach Schuljahren gestaffelt, und damit verbunden mehr Räume und natürlich auch mehr Erzieher. Wir sehen diesem Projekt mit Optimismus entgegen, haben wir doch vor Kurzem aus Deutschland zwei grosszügige Spenden erhalten, mit denen wir bereits die ersten Schritte machen können. Für uns ist jedoch klar, dass zuerst die entsprechenden Pläne ausgearbeitet werden müssen, und so bitten wir unsere Spender, denen wir an dieser Stelle ganz herzlich danken möchten, noch um etwas Geduld: wir werden Sie über den Lauf des Projektes informieren. Seit Anfang des Jahres arbeiten wir nun schon an einem Projekt der Stadtverwaltung mit, bei dem die ärmsten und anfälligsten Familien der umliegenden Favelas besucht und zusammen mit dem Sozialbereich der Stadtverwaltung betreut werden. Dieses Projekt umfasst den gesamten Armengürtel um São Paulo, wir kümmern uns um 1000 Familien. Ein Betreuerkontingent wird von der Stadt - auch finanziell - definiert, es besteht aus einem Leiter, einer Sozialassistentin, einer Psychologin, fünf Betreuern und fünf Helfern. Auch unter dem Aspekt, dass seit dem Tode unserer lieben Mitarbeiterin Sueli kurz vor Weihnachten unserer Erwachsenenbetreuung die Führung fehlt, ergab sich innerhalb dieser Aktion die Möglichkeit, die Leitung der Gemeinschaftsecke weiter zu professionalisieren. In einer Blitzaktion haben die Leiterinnen innerhalb von zwei Tagen die notwendigen Dokumentationen den Behörden vorlegen können. Auch noch im Januar konnte eine auf diesem Gebiet erfahrene Mannschaft eingestellt werden, der Leiter Osmar lehrt zusätzlich an einer Uni und ist eine ausgesprochene Autorität auf diesem Gebiet. |
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