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Die
"Reconciliação" ist eine Oase in der tristen Stadtwüste am Rand der Metropole São Paulo. Die gemeinnützige Institution hat es
sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen der Armutsviertel (Favelas) zu helfen. Ihr Ziel ist
es, die unterprivilegierte Bevölkerung, vor allem Kinder und Jugendliche,
zu betreuen und ihnen einen würdigen Raum der Begegnung und des
Zusammenlebens zu geben. Mit einem breit gefächerten Bildungs- und
Kulturangebot für alle Altersklassen sowie medizinischer, zahnärztlicher, psychologischer und seelsorgerlicher Bereuung versucht die
"Reconciliação" ihnen eine Grundlage für eine bessere Zukunft
zu bieten.
Die Umgebung - Vila São José
Das "Programa Comunitário da Reconciliação" (Programm der gemeinschaftlichen Versöhnung) liegt in Vila São José, einem Viertel in der südlichen Peripherie von São Paulo. Ganz in der Nähe der berühmten Formel-1-Strecke von Interlagos, von wo aus die Fernsehkameras jedes Jahr den glamourösen Wettkampf um den
"Großen Preis von Brasilien" in alle Welt übertragen. Für den alltäglichen Kampf ums Überleben in der Nachbarschaft interessiert sich hingegen kaum jemand. Die dominierende Farbe in den Favelas von Vila São José ist das blasse Orange-Rot roher Ziegelsteine. Verputz und einen Anstrich für ihre einfachen Häuser können sich nur wenige Bewohner leisten. Die Lebensverhältnisse sind meist sehr beengt, die sanitären und hygienischen Bedingungen unzureichend. Die Arbeitslosigkeit im Viertel ist sehr hoch, die Löhne sind niedrig. Gewalt und Kriminalität, vor allem in Verbindung mit Drogenhandel, gehören zum Alltag. Besonders leiden unter diesen schwierigen Bedingungen die Kinder und Jugendlichen von Vila São José. Viele Familien sind zerrüttet, viele alleinerziehende Mütter mit Beruf und Kindern überfordert. Aus Mangel an Freizeitbeschäftigung verbringen die Kinder und Jugendlichen viel Zeit auf der Straße, mit all ihren Verlockungen und Gefahren.
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